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Beschreibung:
Die St.-Gertraud-Kirche an der Straße Alt Salbke bestimmt den historischen Ortskern. Abgesehen von dem Gewerbegebiet des ehemaligen Karl-Liebknecht-Werkes und des Reichsbahnausbesserungswerkes ist Salbke eine reine Wohnsiedlung. Entlang des Straßenzuges Alt Salbke stehen mehrgeschossige Mietshäuser, während der alte Dorfkern um die St.-Gertraud-Kirche kleinteilig mit ein- oder zweigeschossigen Häusern ausgebildet ist. Salbke ist im Widerspruch zum gefühlten Image, das im wesentlichen vom Leerstand vieler Häuser an der Hauptstrasse geprägt ist, ein sehr wohnlicher, grüner Stadtteil zwischen der Elbe und dem Spionskopf. Nur wenige Meter neben der vielbefahrenen Straße Alt-Salbke liegt die Erholungslandschaft der Elbauen und der Salbker Seen. Dort findet man Ruhe pur und ein angenehmes Wohnen.
Unter dem Thema "Weniger Stadt, mehr Landschaft" sollen die im Südosten gelegenen Stadtteile aufgewertet werden. Dabei geht es um die zukünftige Gestaltung großer ehemaliger Industrieareale. Ziel hierbei ist die Verlagerung von Gewerbestandorten – weg von der Elbe, hinein in den Bereich zwischen Hauptstraße und Trassen der Deutschen Bahn. Durch diese Verlagerung könnten neu gewonnene Landschafts-, Freizeit- und Wohnbereiche an der Elbe entstehen. Die Siedlungsstrukturen zwischen der Elbe und der Bahnlinie sollen entflochten, die Ortskerne gestärkt und ihr Bezug zur Elbe in den Mittelpunkt dieses IBA-Schauplatzes gerückt werden. Um diesen Prozess erfolgreich zu führen, hat die Stadtverwaltung Strategien für ein Flächenmanagement entwickelt. Das Besondere hier ist, dass fast alle "Großprojekte" auf direkte Initiative der Bürger zurückgehen, so z.B. der Spielplatz Salbke, die Alte Schule Salbke und das Freiluft-Lesezeichen. Auch die anstehende Sanierung des Salbker Wasserturms ist nur der jahrelangen Lobbyarbeit der Salbker (bzw. des Bürgervereins und der Grundschule) sowie der geplanten Nutzung durch den H2O-Verein geschuldet. Bis 2010 wird die Alte Schule Salbke zum Mehrgenerationenhaus für ganz Südost umgebaut.
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Geschichte:
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826–853 - Erste schriftliche Erwähnung als Saltbeke in den „Corveyer Traditionen“.
- Seit 1018 - Eigene Kirche in Salbke, die der Magdeburger Bischof Thietmar geweiht hatte.
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1036 und später 1247 - Erwähnung eines später verlassenen Ortes wendischen Ursprungs als Winediscum Salebizi bzw. Slavium Salbeke (Klein- oder Wendisch Salbke).
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1233 - Der Autor des Sachsenspiegels, Eike von Repgow, tritt laut eines Berichts als Zeuge eines Gerichtsvergleichs in der Gerichtsstätte in Salbke auf.
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1546/1547 - Teile von Salbke, so auch das Klostergut, wurden während des Schmalkaldischen Krieges zerstört.
- 08. März 1826 - Großbrand in Salbke, dem das gesamte Dorf zum Opfer fiel.
- Bis Mitte 19. Jahrhundert - Entwicklung zu einem der wohlhabendsten Orte im Kreis Wanzleben, zu dem es seit der preußischen Gebietsreform von 1815 gehörte.
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19. Jahrhundert - Wandel durch Industrialisierung in Magdeburg und Umgebung.
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1865 - Abriss der mittelalterlichen Kirche und Ersatz durch neugotischen Bau.
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1892 - Errichtung einer Eisenbahnhauptwerkstatt durch die preußische Staatsbahn.
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1898 - Bau eines Gaswerks zur Versorgung von Salbke und Westerhüsen.
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1909 - Bau der katholischen St.-Johann-Baptist-Kirche.
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1910 - Eingemeindung Salbkes nach Magdeburg.
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1912 - Entstehung der Arbeitersiedlungen Lüttgen-Salbke und Wolfsfelde.
- 6. September 1926 - Eröffnung der durch Salbke führenden Straßenbahnlinie Magdeburg–Schönebeck.
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1926/27 - Entstehung des Gröniger Bads als Volksbad.
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1944/45 - Bombenangriffe auf Magdeburg richteten vor allem im Eisenbahnwerk Schäden an.
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2000 - Verlagerung des Eisenbahnwerkes nach Rothensee.
- Um 2000 - Wohnungsleerstand im Ortskern bis zu 80 Prozent.
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